Forschung
Die Sinologie, wie sie in der ChinA verstanden wird, ist eine Kulturwissenschaft. Sie interessiert sich für Beschreibungen chinesischer Kultur, fragt aber immer auch danach, wie diese Beschreibungen zustande kommen. Diese Fragestellung spiegelt sich in den aktuelle Forschungsprojekten wider.
Die DFG-Forschergruppe "Manuskriptkulturen in Asien und Afrika" (Sprecher: Prof. Michael Friedrich) befasst sich mit der medialen Vermittlung von Texten, speziell mit der reichen handschriftlichen Tradition Chinas.
Das DFG-Projekt "Die institutionalisierten Geisteswissenschaften im China der 1950er" (Projektleiterin: Yvonne Schulz Zinda) untersucht Inhalte und Regeln, die chinesische Wissenschaft in den 1950er Jahren bestimmten.
Der Forschungsschwerpunkt zur "historischen Semantik" (Kai Vogelsang) gilt den sozialen Grundlagen dieser Texte und der Frage, wie sich Denk- und Ausdrucksformen gemeinsam mit der Struktur der chinesischen Gesellschaft wandeln.
"Integrating and Developing European Asian Studies"
Frau Annette Listmann | annette.listmann [at] uni-hamburg.de"Die juristischen Manuskripte der Qin-Zeit (3. Jh.v. Chr.) aus der Sammlung der Yuelu-Akademie"
Herr Dr. Ulrich Lau | ulrich.lau [at] uni-hamburg.de"History and Typology of Paper in Central Asia during the First Millennium AD: Analysis of Chinese Paper Manuscripts"
Frau Dr. Agnieszka Helman-Wazny | agnieszka.helman-wazny [at] uni-hamburg.dePublikationen
Die Hamburger Sinologischen Schriften (HSS) sind eine wissenschaftliche Reihe, die von der Hamburger Sinologischen Gesellschaft (HSG) in Zusammenarbeit mit der ChinA herausgegeben wird. In dieser Reihe werden vor allem Dissertationen publiziert, die an der ChinA eingereicht wurden. Darüber hinaus werden in die Reihe aber auch Konferenzbände, Festschriften sowie herausragende Magisterarbeiten aufgenommen. Bislang sind 14 Bände erschienen.Die Zeitschrift Oriens Extremus, die seit 1954 erscheint, publiziert internationale wissenschaftliche Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte des vormodernen Chinas sowie zur Beziehung Chinas mit seinen Nachbarn. Disziplinäre Schwerpunkte der auf Englisch oder Deutsch geschriebenen Aufsätze liegen in den Bereichen der Geschichte, Literatur, Philosophie, Religion, Archäologie und Kunstgeschichte.

