Aktuelles
3. Juni 2013, 18 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1,Hauptgebäude, Hörsaal KEine neue Energiepolitik? Fukushima und die politischen Folgen
Paul Kevenhörster, Universität Münster
Die Dreifach-Katastrophe von Fukushima zeigt die Politik Japans in einer tiefen Krise. Die Hoffnung auf einen Neuanfang des Parteisystems wie der Politik selbst wurde bisher verspielt. Es stellt sich die Frage: Verweigert sich die politische Klasse einem politischen Neubeginn, den die Mehrheit der Bevölkerung fordert?
Die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Reaktoren stößt auf Sympathie der alten und neuen Parlamentsmehrheit wie der Bürokratie, aber auf den Widerstand der Protestinitiativen, die sich des Wohlwollens der Bevölkerung erfreuen. Das „Atomare Dorf“ befindet sich auf der Anklagebank. Kann Japan sich neu ordnen – durch Einsparungen, Effizienz, erneuerbare Energien und einen bestmöglichen Energiemix?
Prof. Dr. Paul Kevenhörster lehrt Politikwissenschaft an der Universität Münster. Seine Schwerpunkte sind Internationale Entwicklungspolitik und Ostasien. Ausgewählte Publikationen:
Japan. Wirtschaft – Gesellschaft – Politik (mit Werner Pascha und Karen Shire), Wiesbaden: VS Verlag, 2010 (2. Aufl.).
Japans umfassende Sicherheit (mit Dirk Nabers), Hamburg: Mitteilungen des Instituts für Asienkunde, 2003 (Nr. 364).
Japans Entwicklungspolitik auf dem Prüfstand: Wegmarkierungen und Weichenstellungen, in: Chiavacci, David und Iris Wieczorek (Hg.): Japan 2008. Poltitik, Wirtschaft und Gesellschaft, Berlin: Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Japanforschung, 2008, S. 125–140.
31. Mai 2013, 14-15:30 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal HEinführung in die Virtuelle Fachbibliothek Ost- und Südostasien CrossAsia (Schwerpunkt: Japan ) mit ihren Modulen und Datenbanken
Ursula Flache, Staatsbibliothek zu Berlin, Fachreferentin für Japan
18. Mai 2013, 13-20 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1,OstJapanischer Kulturtag 2013
6. Mai 2013, 18-20 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1,Ost, Raum 221Fukushima leben" oder Heimat als Konstruktion. Die Katastrophenliteratur von Wagô Ryôichi und Yû Miri
Kristina Iwata-Weickgenannt
29. April 2013, 18 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1,Ost, Raum 221Revitalisierung der Tohoku Region vor und nach dem 11. März 2011
Stephanie Assmann, Akita Universität, Japan
Die Tohoku Region im Norden Japans wurde von den tragischen Ereignissen des 11. März 2011 schwer getroffen. Aber bereits vor dem Unglück wurde Tohoku angesichts der Überalterung der Bevölkerung, niedriger Geburtenraten, der Abwanderung junger Bevölkerungsschichten in die Ballungsräume Tokios und Osakas und des Niedergangs der Landwirtschaft als strukturschwache Region problematisiert. Dieser Vortrag untersucht die Folgen der Dreifachkatastrophe aus der Sicht von Regierungsinitiativen und NGOs, die die Region durch Tourismus in Verbindung mit regionaler Esskultur wiederzubeleben versuchen.
Die bekannteste Tourismusinitiative auf nationaler Ebene ist die Initiative Japan. Endless Discovery, deren Ziel es ist, ausländische Besucher nach Japan zu bringen. Initiativen zur Revitalisierung sind auch auf regionaler Ebene zu beobachten. In Kooperation mit Landwirten und Kurhotels stärkt die Präfekturregierung Miyagi regionalen Gemüseanbau. Sechs Gemüsearten, darunter die Sendai Naganasu, eine längliche Auberginenart, sind als schützenswerte Kulinarien gelistet. Des Weiteren hat die Tourismuszentrale von Tohoku nach dem 11. März 2011 eine einjährige Kampagne initiiert, mit dem Ziel, inländischen Tourismus wiederzubeleben.
Aber sind Initiativen dieser Art ein geeignetes Mittel zur Sanierung der Region, die nicht nur an den schweren Folgen der Dreifachkatastrophe und der Stigmatisierung ihrer Agrarerzeugnisse leidet, sondern sich auch von einem Verfall der Landwirtschaft und einer potentiellen Öffnung des Agrarmarktes für den Freihandel bedroht sieht? Auf der Grundlage von Interviews mit Organisatoren von Tourismusinitiativen und Landwirten geht dieser Vortrag der Frage nach, ob der 11. März 2011, der eine beispiellose Zäsur darstellt, als Katalysator des Niedergangs der Region wirkt oder auch als Chance für einen Neuanfang angesehen werden kann.
Dr. Stephanie Aßmann promovierte 2003 am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg mit der Arbeit Wertewandel und soziale Schichtung in Japan. Differenzierungsprozesse im Konsumentenverhalten japanischer Frauen (Hamburg, Institut für Asienkunde, 2005). Seit 2006 arbeitet sie zu Esskultur und Ernährung und ist Mitherausgeberin von Japanese Foodways. Past and Present (herausgegeben mit Eric C. Rath, Champaign, University of Illinois Press, 2010). Sie ist an der Universität Akita tätig und lebt seit acht Jahren in der Tohoku Region.
17. Januar 2013, 18 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, Hörsaal HVortrag zum Thema „Der Buddhismus in der japanischen Literatur“ Prof. Dr. Peter Pörtner (LMU München)
Die japanische Literatur wurde von ihren Anfängen an entscheidend vom Buddhismus geformt. Kaum ein literarisches Genre, in dem sich keine Spuren der buddhistischen Weltdeutung finden. Der Vortrag versucht nachzuzeichnen, wie der Buddhismus der japanischen Literatur ihr spezifisches „Gepräge“ gegeben hat.
Prof. Dr. Peter Pörtner ist seit 1992 Professor für Japanologie an der LMU München und langjähriger Leiter des dortigen „Japan-Zentrums“. Innerhalb seiner Forschungschwerpunkte Geistesgeschichte und Gesellschaft Japans hat er sich immer wieder mit Fragen der Ästhetik und der Literatur beschäftigt. Zu seinen einflußreichsten und bekanntesten Publikationen zählen die Studie zu und Übersetzung von Nishida Kitarôs Zen no kenkyû („Über das Gute“) sowie die Philosophie Japans (Kröner, zusammen mit J. Heise), daneben zahlreiche Aufsätze zu geistesgeschichtlichen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen.
14. Januar 2013, 18 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, Hörsaal CDas Innovationspotential ungleicher Partnerschaften: Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Wirtschaft in Japan
Susanne Brucksch (Freie Universität Berlin)
In Japan ist seit den 1990er Jahren ein Zuwachs von Kooperationen zwischen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Umweltorganisationen unübersehbar: also im klassischen Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen und ökologischen Ansprüchen. Doch welches Gestaltungspotential erwächst auf der anderen Seite daraus? Im Vortrag werden Umweltkooperationen als eine neue Form sozialer Teilhabe verstanden, die im vorpolitischen Raum innovative und selbständige Antworten auf ökologische Probleme suchen. Trotzdem sind dem hier umrissenen Engagement ebenfalls Grenzen gesetzt, welche beispielsweise aus dem ungleichen Kräfteverhältnis zwischen Umweltorganisationen und Unternehmen in Japan resultieren. Um die Frage nach dem Innovationspotential partnerschaftlicher Problemlösungsansätze zu beantworten, greift der Vortrag u.a. auf die Ergebnisse einer quantitativen Datenerhebung und einer qualitativen Fallbeispieluntersuchung zurück. Dr. Susanne Brucksch arbeitet seit 2009 am Institut für Ostasienstudien an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Umwelt-, Energie- und Technologiepolitik, Zivilgesellschaft, CSR und Unternehmen in Japan. Vorher war sie unter anderem am DIJ in Tokyo, der Senshu University, dem Umweltbundesamt in Dessau und dem IGK Bürgergesellschaft, Halle-Tokyo tätig. Ihr Buch über „Ungleiche Partner, gleiche Interessen? Kooperationen zwischen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Umweltorganisationen in Japan“ ist 2011 im Iudicium Verlag (DIJ Monografien Band 47) erschienen. Darin geht Susanne Brucksch vornehmlich folgenden zwei Fragen nach: Welches umweltpolitische Gestaltungspotential entsteht aus dem deutlichen Zuwachs transsektoraler Partnerschaften seit den 1990er Jahren? Und, wie wirkt sich das ungleiche Machtverhältnis zwischen den Akteuren auf die Zusammenarbeit aus?
3. Dezember 2012(Montag)18 Uhr c.t.
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, Hörsaal CEine „Anti-Atom-Bewegung“ in Japan? Thematische Ausrichtung und Strukturelle Hindernisse
Tadahisa Izeki (Chūō Universität, Tokyo)
Seit der Atomkatastrophe von Fukushima wächst Japans Anti-Atom-Bewegung. Im Juli 2012 wurde die Grüne Partei Japans (Nihon Midori no tō) gegründet – eine erste direkte Reaktion seitens der Politik auf diese in ihrer Dimension neuen Bürgerproteste. Häufig werden im Kontext der japanischen Anti-Atom-Bewegung die folgenden beiden Fragen gestellt: Warum gibt es in Japan trotz der Erfahrungen von Hiroshima und Nagasaki so viele Atomkraftwerke? Und warum hat sich die japanische Anti-Atom-Bewegung bisher politisch derart im Hintergrund gehalten? Um diese Fragen zu beantworten, werden im Vortrag die Entstehungsgeschichte der Protestbewegung sowie die strukturellen Dimensionen von Japans Atompolitik näher betrachtet.
Prof. Dr. Tadahisa Izeki arbeitet seit 2004 an der Chūō Universität (Tokyo) und ist derzeit Gastwissenschaftler am GIGA-IAS (Hamburg). Zuvor war er bei DESK (Zentrum für Deutschland- und Europastudien, Komaba) der University Tokyo beschäftigt. 1999 promovierte er an der Freien Universität Berlin zum Thema „Das Erbe der Runden Tische in Ostdeutschland: Bürgerorientierte Foren in und nach der Wendezeit“ (Peter Lang, 1999). Professor Izeki forscht vordergründig über die 1960er Jahre. Zu diesem Thema ist er beispielsweise Mitautor des Buches The Transborder Sixties: the USA, Japan and Europe (Sairyūsha, 2012) sowie Autor des Buches Doitsu wo kaeta 68nen undō (Hakusuisha, 2005).
22. November 2012 18 Uhr c.t.
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost, Hörsaal 221Ottoman-Japanese Relations as the Site of Informal Diplomacy, Intelligence and the Transnational in Eurasia, Vortrag(englisch)
Prof. Dr. Selçuk Esenbel (Istanbul)Ottoman-Japanese Relations during the nineteenth century emerged from the shared interest of both polities to incorporate sufficient degree of modern Western civilization for selfstrengthening in order to counter the domination of the West. Divergent interests determined the attitude of the Ottoman and Japanese empires. The Ottoman Turkish perspective saw Japan as a rising star of the East that was successful in the reforms of the Meiji era and had achieved the goal of selfstrengthening. The Ottoman ruler Abdulhamid II also desired to form a close relationship with the hope to find a special partner in an Asia-oriented diplomacy toward the world of Islam as a challenge to the British and Dutch colonial powers with large Asian Muslim populations. Japanese diplomats saw the Ottoman realm as the site for the investigation of rivalry between Russia and Britain and the problematic of the unequal treaties. The Japanese military incorporated the Ottoman territories into the Asian intelligence network against Russia. The Japanese Pan-Asianists gazed at the Ottoman empire as the gateway to partnership with the transnational of the Pan-Islamist actors in Asia. The Ottoman empire served as the site of informal diplomacy, intelligence, and the transnational connections for Japanese engagement. Hence, Ottoman-Japanese relations reveal an alternative form of “international relations” based on the informal and the transnational that was interstate and in-terregional. This twilight zone of international relations took place parallel to formal treatybased relations, which have been the main focus of historical analysis, thereby expanding our understanding of the global processes in interstate and international relations.
Prof. Dr. Selçuk Esenbel lehrt an der Boğaziçi Universität in Istanbul. Sie studierte in Japan und den USA japanische Geschichte und Sprache. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen japanischer Geschichte, Peasant Studies, Historiographie sowie im Bereich asiatischer Zivilisationen.
In Kooperation mit dem TürkeiEuropaZentrum.
Orientierungseinheit
Vom 10. bis 12. Oktober finden in der Japanologie Orientierungseinheiten statt!
Terminplan
26. September 2012, 18 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, West, Raum 221Frau Prof. Dr. Hijiya-Kirschnereit ist eine herausragende Vertreterin der Japanologie in Deutschland und darüber hinaus. Sie lehrt seit 1991 – unterbrochen von ihrer Tätigkeit als Direktorin des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokio 1996 bis 2004 – bis heute an der FU Berlin und gehörte 1993 zu den Gründungsmitgliedern der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Sie erhielt 1992 die wichtigste wissenschaftliche Auszeichnung in Deutschland, den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis und 2001 den Eugen-und-Ilse-Seibold-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Auch im gesamteuropäischen Raum machte sie sich als Präsidentin der European Association for Japanese Studies (1994 bis 1997) einen Namen.
In ihrem bebilderten Vortrag geht es um den Einzug von Sushi in unsere Alltagskultur und um das Einheimischwerden von Baumkuchen in Japan. Die Assimilation von Sushi, das mittlerweile zum globalen Symbol für japanische Küche und Lebensart avancierte, bietet ebenso wie die japanischen Verfeinerungen des dort wohl beliebtesten Gebäcks Gelegenheit zum Spaziergang durch die moderne Geschichte, zum Nachdenken über nationale Identitäten und zum kurzweiligen Blick auf Kurioses und Erhellendes im Verhältnis der Nationen.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung und bitten Sie um Anmeldung bei
Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Hamburg e. V. Hartungstr. 14
D - 20146 Hamburg
Telefon: +49 40 2880 3620
Telefax: +49 40 2880 3621
e-Mail: djg@hashimaru.de
17. September 2012
Besuch von Studierenden der Meiji Gakuin University
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 120
Im Rahmen einer Studienreise besuchten 20 Studierende der Meiji Gakuin Universität am 17. September 2012 unter der Leitung von Prof. Dr. Shinji Iwanaga das Asien-Afrika-Institut. Die japanischen Gäste wurden von den Studierenden der Japanologie Hamburg empfangen. Zu den Erlebnissen des gemeinsamen Workshops am Vormittag zählten Präsentationen seitens der japanischen Studierenden zu verschiedensten Themen der japanischen Kultur, wie etwa Kunsthandwerk und Kleidung. Im Anschluss an eine gemeinsame Mittagspause nahmen die Hamburger Studierenden die Gäste mit auf einen Stadtspaziergang, der vom Rathaus über den Michel bis hin zu den Landungsbrücken quer durch Hamburg führte. Nach einigen Kilometern Fußweg, vielen Eindrücken aus der Stadt und einem intensivem kulturellen Austausch zwischen deutschen und japanischen Studierenden klang der Tag in entspannter Atmosphäre beim Abendessen in einem deutschen Brauhaus aus.
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16.-28. Juli 2012 Intensivkurs Japanisch
Ort: Asien-Afrika-Institut
Der Intensivkurs Japanisch fand auch in diesem Sommer in zwei Stufen (I / Anfänger ohne Vorkenntnisse und III / Anfänger mit guten Vorkenntnissen) statt.
Innerhalb der zwei Wochen haben sich die Teilnehmer, die sich für verschiedene Aspekte Japans interessieren und unterschiedlichen Altersgruppen angehören, mit der japanischen Sprache (Konversation und Grammatik sowie Schriftzeichen) und darüber hinaus auch mit verschiedenen Aspekten der japanischen Kultur beschäftigt.
Der Kurs wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde (DGA) durchgeführt.
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2. Juli 2012, 18:15
Ort: Asien-Afrika-Institut, Raum 221
Mediale Konstruktion Okinawas - postkolonial betrachtet
Ina Hein (Universität Wien)Seit Mitte der 1990er Jahre ein regelrechter „Okinawa-Boom“ die japanische Populärkultur erfasste, wird Okinawa, die südlichste und jüngste japanische Präfektur, insbesondere in Kinofilm und Fernsehserien (terebi dorama) als exotisches, friedliches Inselparadies vermarktet, das seinen japanischen BesucherInnen iyashi – bzw. Heilung von den negative Einflüssen der japanischen Moderne – verspricht. Die Probleme Okinawas und seine konflikthafte Beziehung zu den japanischen Hauptinseln, die auf die Erfahrungen der verlustreichen Schlacht von Okinawa, der darauf folgenden langen amerikanischen Besatzungszeit und der bis heute weiterhin anhaltenden, starken militärischen Präsenz vor Ort zurückgehen, werden dagegen konsequent ignoriert. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen nun Konstruktionen Okinawas aus okinawanischer Perspektive, in denen sich eine dezidiert kritische Haltung gegenüber diesen populären, stereotypen Bildern von Okinawa ausdrückt. Ausgewählte Kinofilme und Fernsehproduktionen werden insbesondere unter der Frage diskutiert, welche (andernorts ausgeblendet bleibenden) Themen darin behandelt werden und welche narrativen Modi Anwendung finden. Werden bestimmte Erzählstrategien verfolgt, um Widerstand gegen die von den japanischen Mainstream-Medien verbreiteten Okinawa-Bilder auszudrücken – und (wie) lassen sich diese im Rahmen postkolonialer Theorie erfassen?
Die Referentin ist seit 2010 Professorin für Japanologie mit kulturwissenschaftlicher Ausrichtung am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien. Zuvor war sie wissenschaftliche Angestellte im Institut für Modernes Japan an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Dissertation entstand an der Universität Trier im Rahmen eines DFG-Graduiertenkollegs und erschien 2008 unter dem Titel Under Construction. Geschlechterbeziehungen in der Literatur populärer japanischer Gegenwartsautorinnen. Aktuell bezieht sich ihre Forschung auf Diskurse um kulturelle Differenz(en) im gegenwärtigen Japan.
Die Veranstaltung erfährt Unterstützung aus dem Frauenförderfonds der Universität Hamburg 2012. Eingeworben von Ruth Achenbach, M.A. für das Modul [OA-V3] Politik und Gesellschaft Japans.
1. Juli 2012
Ort: Asien-Afrika-Institut, Universität Hamburg
JLPT - Japanese Language Proficiency Test
Der "Japanese Language Proficiency Test" (JLPT) findet dieses Jahr in der Hamburger Japanologie am 01.07.2012 statt. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 04. 04. 2012 möglich. Das Anmeldeformular kann im Geschäftszimmer der Japanologie (Raum 104) abgeholt oder per Mail (jlpt [at] uni-hamburg.de) angefordert werden.
Weitere Informationen unter:
http://www.aai.uni-hamburg.de/japan/Jap-Lang-Prof.html
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12. Juni 2012, 18:15
Ort: Asien-Afrika-Institut, Raum 221
MAKING TEA, MAKING JAPAN: CULTURAL NATIONALISM IN PRACTICE
Kristin Surak (University of Duisburg-Essen)The tea ceremony is one of the most evocative symbols of Japan, conjuring up images of kimono-clad women whisking up the beverage by means of an esoteric ritual. But why is this the case when just two hundred years ago elite warriors were the ones learning its arcane procedures? More generally, how does a cultural practice of a few come to represent a nation as a whole? Few have peered behind the rustic walls of a tea room to dissect the interplay of elegance and austerity that has been carried by both elite warriors and common housewives, and is colored by an ideology of simplicity now managed and sold by large corporations. But a closer look at these tensions provides insights into how cultural practices can be used to crystallize the essence of a nation, not only during its birth-pangs, but also afterward, when it becomes a mundane feature of the world. This tour of tea rituals past and present provides insight into one of the fundamental processes of modernity, the work of making nations.
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Kristin Surak is an Assistant Professor of Comparative Sociology at the University of Duisburg-Essen specializing in international migration, culture, ethnicity, and nationalism. Prior to her arrival in Germany, she was a Robert and Lisa Sainsbury Fellow at SOAS, University of London, and a Max Weber Fellow at the European University Institute. Her forthcoming book, Making Tea, Making Japan: Cultural Nationalism in Practice (Stanford University Press 2012), examines the relationship between cultural practices and national meanings by investigating how the tea ceremony is produced and sustained as distinctively Japanese. Her articles have appeared in the European Journal of Sociology, International Migration Review, Ethnic and Racial Studies, Lettre International, and the New Left Review.
8. Juni, 10.15–11.45 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut, Raum 221
Vortrag von Prof. Dr. Eduard Klopfenstein (Zürich)
„Über Beziehungen zwischen den Geschlechtern und den Begriff ,Ai‘ in der japanischen Literatur“
Ausgehend von einem Gedicht von Ayukawa Nobuo (1920–1986) wird der Vortragende einige Betrachtungen anstellen über Rationalität und Emotionalität in den (mehr oder weniger) andauernden Beziehungen zwischen Mann und Frau. Es soll dabei vor allem um die gesellschaftliche Entwicklung von der vormodernen Zeit über die Meiji-Zeit bis zur Zeit nach dem 2. Weltkrieg gehen, d.h. bis und zur Übernahme des westlichen Konzepts der „Liebe“. Das Thema wird auch in dem Essay von Tanizaki Jun'ichirô „Liebe und Sinnlichkeit“ (Übersetzung: Eduard Klopfenstein, Manesse Verlag 2011) aufgegriffen.
Prof. Dr. Eduard Klopfenstein ist Emeritus der Japanologie des Ostasiatisches Seminars der Universität Zürich. Nach der Promotion 1968 (Germanistik) studierte er zwischen 1964–1966 an der Universität Kyôto. 1979 Habilitation in Japanologie. 1989 Ernennung zum Ordinarius. Zahlreiche Forschungsaufenthalte in Japan. 1996–2003 Präsident der Schweizerischen Asiengesellschaft. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Moderne und Gegenwartsliteratur, insbesondere Lyrik der Gegenwart. Verantwortlicher Herausgeber für den deutschen Sprachraum im Rahmen des „Japanese Literature Publishing Project“ (JLPP). 2010 Auszeichnung mit dem Orden „Order of the Rising Sun“.
08. Juni 2012, 14.00 Uhr, ESA-Ost 221
Wege nach Japan – Infoveranstaltung
Noriyoshi Masuko und Renate von Bülow (beide: Botschaft von Japan, Berlin) stellen Austauschprogramme nach Japan und mögliche Stipendien der japanischen Regierung vor.
Im Anschluss daran berichtet Jana Spychalski (Universität Hamburg) von ihrer Studienreise nach Tōhoku im März 2012 – auch dies ein Austauschprogramm der japanischen Regierung.
22. Mai 2012, 19.00-21.00
Ort: Asien-Afrika-Institut, Raum 221
„Mit den Sternen nächtlich im Gespräch …“: Moderne japanische Haiku
Lesung mit Sandra Flubacher (Thalia-Theater)
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Mit dem modernen Haiku zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die kleinste poetische Gattung der Welt„ auch in Japan ihren eigentlichen Durchbruch. Zumeist mit den Mitteln der Gegenwartssprache, widmen sich die Dichter und Dichterinnen neben Naturphänomenen nun Themen wie der Arbeitswelt, der Politik oder Kriegserfahrungen, sie reflektieren persönliches Leiden und Freude auf vielfältige und neue Weise. Damit erlauben diese Gedichte einen überraschenden Blick auf die Menschen und ihren Alltag während einer der spannendsten Epochen in der Geschichte Japans, die Modernisierung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Aus Anlaß des Erscheinens einer Anthologie, die sich erstmals in deutscher Sprache ganz auf diese Epoche konzentriert („Mit den Sternen nächtlich im Gespräch“: Moderne japanische Haiku; übersetzt von Oscar Benl, Géza S. Dombrady und Roland Schneider, Ostasien Verlag 2011), sollen in einer Lesung ausgewählte Beispiele Japanisch und Deutsch „zu Gehör“ gebracht werden. Ein einführender Kommentar verdeutlicht die Entstehungsumstände und Besonderheiten dieser Dichtung.
Der Eintritt ist frei.
Konzeption und Einführung: Prof. Dr. Jörg B. Quenzer (Japanologie, Universität Hamburg)
17. Mai 2012: Japanischer Kulturtag 2012
Ort: Asien-Afrika-Institut, Universität Hamburg
Weitere Informationen unter:
Programm Flyer
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17. Mai 2012: Radioactivists - Protest in Japan seit Fukushima
Filmvorführung in Anwesenheit der Regisseurinnen im Rahmen des Japan-Kulturtages
Ort: Asien-Afrika-Institut, Universität Hamburg
ab 18 Uhr, Raum: ESA-O 221Trailer: http://radioactivists.org/de/
Seit der Katastrophe am 11. März erlebt Japan gesellschaftspolitische Erschütterungen von historischer Bedeutung. Besonders in Tokio entfacht ein Protest, der sich vor allem gegen die Regierung, Atomaufsichtsbehörde und den Energiekonzern TEPCO richtet. Straßenproteste galten hier bisher als seltener Anblick. Eine Protestkultur ist im Japan der „nuller“ Jahre quasi nicht existent. Eine Ausnahme bildet lediglich die Gruppe kreativer Aktivisten des Shirōto no ran, dem „Aufstand der Amateure“. In dem alternativen Viertel Kōenji treten sie für mehr Freiheit im öffentlichen Raum Tokios sowie eine einfallsreiche Do It Yourself-Kultur ein. Die Aktivisten um Shirōto no ran o rganisierten am 10. April, knapp einen Monat nach der Katastrophe, die größte Demonstration in Japan seit den 1970er Jahren. Mehr als 15.000 Teilnehmer demonstrierten an diesem Tag gegen Atomkraft. Dabei geht es den meisten Aktivisten der japanischen Anti-Atom-Demos um mehr als den Atomausstieg. Sie wollen auch auf die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen sowie die fehlenden Freiräume für ihre persönliche Entfaltung aufmerksam machen. Der Dokumentarfilm Radioactivists – Protest in Japan seit Fukushima setzt an dieser Stelle an, begleitet die Protestbewegung, zeigt die Hintergünde auf und lässt die kritischen Stimmen zu Wort kommen, die – nicht nur in Japan – immer lauter werden.RADIOACTIVISTS – Protest in Japan since Fukushima
Germany/Japan 2011, 72 min.
Directed & Produced by: Julia Leser & Clarissa Seidel
Editor: Clarissa Seidel
Additional Photography: Arseny Rossikhin
Associate Producers: Roger Zehnder, Yoshihiro Akai
Graphic Design: Clemens Berger & René Hänsel
Original Music: Junsuke Kondo, We Want Wine, ECD
Translation: Yasuo Akai
Featuring: Yoshihiko Ikegami, Chigaya Kinoshita, Hajime Matsumoto, Keisuke Narita, Yoshitaka Mori, Human Recovery ProjectWeitere Informationen unter:
Programm Flyer
14. Mai 2012, 18.00-20.00
Ort: Asien-Afrika-Institut, Raum 221
Brian Daizen Victoria (Antioch University): “D.T. Suzuki, Zen and the Nazis”
In recent years the role of Japan's leading Zen masters as supporters of Japanese militarism during WWII has been established beyond a doubt. However, D.T. Suzuki's wartime role remains a subject of great, and sometimes heated, controversy. This is true despite the fact that one of Suzuki's wartime editors, Handa Shin, wrote in 1941: “Dr Suzuki's writings are said to have strongly influenced the military spirit of Nazi Germany.” But is this true?
This lecture seeks to answer this question beginning with the first American to make direct contact with D.T. Suzuki in postwar, occupied Japan, i.e., Albert Stunkard. Stunkard mentioned briefly, that Suzuki stood in close contact with a German named Graf Dürckheim, who had been imprisoned as a suspected war criminal. I wondered why a suspected German war criminal had been studying with D.T. Suzuki during WW II? The purpose of this lecture is therefore to share the “discoveries” made in the process of researching this question and the larger question of Nazi interest in Zen and Buddhism.
Japanisch-Intensivkurs Kanji 13.02.-24.02.2012
Der diesjährige Intensivkurs im Frühjahr konzentrierte sich auf die japanischen Schriftzeichen. Innerhalb zwei Wochen lernten 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die 1006 Kyôiku-Kanji (Grundschul-Kanji) nach einem neuen Lernkonzept.
Der nächste Intensivkurs ist für Juli dieses Jahres geplant. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde (DGA) werden Japanisch-Sprachkurse in vier Stufen angeboten. Näheres finden Sie hier.
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23. Februar 2012, 14:00 - 15:30
Ort: AAI, Raum 221
Vorträge im Rahmen des Intensivkurses Japanisch - Kanji
Prof. Dr. Jörg B.Quenzer (Abteilung für Sprache und Kultur Japans) "Schrift und Bild in Japan"
Jörg B. Quenzer vertritt den Schwerpunkt Literaturwissenschaft, Geistes- und Kulturgeschichte an der Abt. für Sprache und Kultur Japans des AAI. Darüber hinaus ist er aktiv im aktuellen Sonderforschungsbereich 950 an der Universität Hamburg, der sich mit Manuskriptkulturen in aller Welt beschäftigt.
Auch Studierende, die für den Intensivkurs nicht angemeldet sind, sind dazu herzlich eingeladen!
14. Februar 2012, 14:00 - 15:30
Ort: AAI, Raum 221
Vorträge im Rahmen des Intensivkurses Japanisch - Kanji
Prof. Dr. Hans Stumpfeldt (Emeritus Abteilung für Sprache und Kultur Chinas)
"Entstehung und historische Entwicklung der chinesischen Schriftzeichen"
Hans Stumpfeldt ist Emeritus der Abt. für Sprache und Kultur Chinas am Asien-Afrika-Institut (AAI). Seit Jahrzehnten vermittelt er in Vorträgen und Veröffentlichungen Kulturgeschichtliches zu China von der Han-Zeit (206 vor bis 220 nach Christus) bis zur Gegenwart.
Auch Studierende, die für den Intensivkurs nicht angemeldet sind, sind dazu herzlich eingeladen!
24 January 2012 14.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
Ort: Gebäude der Finanzbehörde, Leo-Lippmann-Saal
Gänsemarkt 36, in 20354 Hamburg
"Glück in Japan" - Aspekte interkultureller Werteforschung,
Prof. Dr. Florian Coulmas, Direktor, Deutsches Institut für Japanstudien (DIJ), Tokyo
Die Frage nach dem Glück ist heute eine Frage, die in hoch entwickelten Industriegesellschaften gestellt wird. Zweifel an den Glücksverheißungen des Kapitalismus sind aufgekommen. Systemvergleiche—das liberalistische angelsächsische Modell, das sozialdemokratische europäische Modell, das konsensualistische industriepolitsche Modell Japans—sind zum integralen Bestandteil der Suche nach dem rechten Weg für die Verwirklichung des Prinzips „des größten Glücks für die größte Zahl“ geworden. Als erstes und erfolgreichstes nicht-weißes, nicht-christliches und nicht-westliches Industrieland ist Japan in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse. Hinzukommt, dass die kulturelle Einbettung von Glücksvorstellungen als konterkarierende Kraft der gerade in unserer heutigen Zeit besonders stark erscheinenden homogenisierenden Tendenzen der Globalisierung wirken könnte. Sowohl in Japan als auch in der BRD haben die Regierungen Enquete-Kommissionen eingesetzt, die Antworten auf die Frage geben sollen, was dem Glück der Bürger förderlich ist. In diesem Vortrag wird erläutert, wie aus Sicht der Wissenschaft mit dieser Frage umgegangen wird, die in immer mehr Disziplinen Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Der Referent ist seit 2004 Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) in Tokyo. Er war als Professor für Soziolinguistik an der Chūō-Universität in Tokyo tätig, ebenso an der Universität Duisburg-Essen im Fachbereich Sprache und Kultur des modernen Japan. Zu seinen neuesten Publikationen zählen die folgenden Bücher: Fukushima. Vom Erdbeben zur atomaren Katastrophe (mit Judith Stalpers, 2011, C.H. Beck), Die 101 wichtigsten Fragen: Japan (mit Judith Stalpers, 2011, C.H. Beck), Hiroshima. Geschichte und Nachgeschichte (2010, C.H. Beck), Die Illusion vom Glück. Japan und der Westen (2009, Verlag Neue Zürcher Zeitung) und Population Decline and Ageing in Japan – The Social Consequences (2007, Routledge).
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Freie und Hansestadt Hamburg, Landeszentrale für politische Bildung und Japanisches Generalkonsulat Hamburg und Universität Hamburg.
20 January 2012 14.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut, Raum 221
Einführung in CrossAsia, Schwerpunkt: Japan Virtuelle Fachbibliothek Ost- und Südostasien
Ursula Flache, Fachreferentin für Japan an der Staatsbibliothek zu Berlin, stellt die dortige Ostasienabteilung mit ihren überregionalen Dienstleistungen wie dem "Blauen Leihverkehr" sowie die Virtuelle Fachbibliothek Ost- und Südostasien CrossAsia vor.
Zun/auml;chst wird ein Überblick über die einzelnen Funktionen von CrossAsia gegeben:
- Metasuche über diverse Bibliothekskataloge
- Fachinformationsführer Online Guide East Asia (OGEA)
- Digitale Sammlungen
- CrossAsia Diskussionsforum
- Datenbanken in ostasiatischen Sprachen (frei zugängliche sowie lizenzpflichtige)
- CrossAsia Campus
Im zweiten Teil werden vier lizenzpflichtige japanische Datenbanken mit ihren Inhalten und Suchmöglichkeiten vorgestellt:
- Kikuzou II bijuaru for libraries (Asahi Shinbun, Volltext)
- CiNii Articles (Zeitschriftenartikel, teilweise Volltextzugriff)
- Japan Knowledge (Online-Plattform für diverse Nachschlagewerke)
- WhoPlus (bio- bibliographische Informationen)
11. Januar 2012 von 14.00-18.00
Manga-Übersetzungsworkshop
mit Herrn Jürgen Seebeck, Übersetzer von u.a. "Akira" und "Dragon Ball"
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Am 11. Januar 2012 von 14.00-18.00 wird ein Workshop in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Generalkonsulat veranstaltet. Im Vordergrund stehen hier nicht das künstlerische und kreative Zeichnen von Mangas, sondern es geht um die Textpassagen japanischer Mangas, die ins Deutsche übersetzt werden. Darum sind Voraussetzungen für die Teilnahme am Workshop adäquate Japanisch-Kenntnisse. Mit dem Workshop soll den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, einen weiteren Teil der Mangawelt zu erkunden und diese mit Zeichnen und Sprache abzurunden.
Anmeldung wird erbeten bei AGORA unter dem Kurstitel "übersetzungsworkshop Japanisch" oder an: Frau Dr. Sugihara (saki.sugihara [at] uni-hamburg.de).
- 15/16 December 2011
Ort: Hamburg Chamber of Commerce
Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg
Anmeldung erforderlich!
Internationales Symposium in englischer Sprache
International Migration of Highly Skilled Workers to Japan and Germany. Current Models and Future Outlooks
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Japan and Germany are both countries facing an increasing economic competition from the newly industrializing countries. Moreover, both Japan and Germany are rapidly aging societies, which due to a decline in working age population will face severe labor shortages in the all too near future. In order to keep their positions as two of the world's leading economies, they need to focus on training highly skilled personnel to match the economic structural change. Efforts in both countries to invite highly skilled migrants or to engage in advanced vocational training of migrants already residing in the country have either been few or of little success.
Questions in this realm, which need to be discussed more thoroughly and are thus raised in this symposium include the following: Which criteria do governments set for desired migration, and how do they aim at implementing these criteria? Which other actors (business federations, labor unions, nongovernmental organizations) influence the shaping of immigration - and integration - policies? How does immigration change the societal structure of the receiving countries, and how can these changes be addressed coherently? The symposium aims at contributing to the ongoing discourse on how to achieve well-directed immigration to industrialized nations.
- 12. Dezember 2011 18-20 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, 20146 Hamburg, Hörsaal K
What Difference Did It Make? Japanese Policy and Politics After the Disaster
John C. Campbell (Tokyo University)
John Creighton Campbell is Professor Emeritus of Political Science at the University of Michigan and Visiting Professor in the Institute of Gerontology at Tokyo University. Among his many publications is How Policies Change: The Japanese Government and the Aging Society (Princeton University Press), winner of the 1993 Ohira Memorial Prize. In his talk, Professor Campbell will be addressing the changes in Japan's policy and politics in the wake of the multiple disasters of 3/11.
- 28. November 2011 18-20 Uhr
Ort: Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, 20146 Hamburg, Hörsaal K
Das Silbermarktphänomen in Japan
Auswirkungen des demographischen Wandels auf Produktmanagement, Marketing und Werbung
Florian Kohlbacher (DIJ)
Eine wichtige Implikation des demografischen Wandels für die Betriebswirtschaft ist das Entstehen eines so genannten „Silbermarkts“ oder „Wachstumsmarkts Alter“. In Japan machen die über 50-jährigen bereits mehr als 40% der Gesamtbevölkerung aus und die über 65-jährigen fast 25%, Tendenz steigend. Dieser demographische Wandel bringt eine Verschiebung der Marktsegmente mit sich: So steht dem – gemessen an der Anzahl junger Menschen – immer kleiner werdenden Jugendsegment ein ständig wachsendes Seniorensegment gegenüber. Dieser Silbermarkt scheint zahlreiche Geschäftschancen zu bieten, doch fehlen vielen Firmen die notwendigen Erfahrungen, die Prozesse und das Know-how, um passende Produkte zu entwickeln und diese effizient und erfolgreich zu vermarkten.
Dieser Vortrag gibt eine Einführung in des japanische „Silbermarktphänomen“ und analysiert die Herausforderungen und Chancen, die der Silbermarkt bietet. Dabei werden die die Erfolgsfaktoren für Produktentwicklung, Innovations- und Technologiemanagement sowie Marketing und Werbung anhand von theoretischen Konzepten, empirischen Daten und praktischen Beispielen erklärt. In diesem Zusammenhang werden auch unternehmerische Verantwortung und wirtschaftsethische Aspekte beleuchtet werden.
Dr. Florian Kohlbacher ist Leiter der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) Tokyo. Derzeit koordiniert er ein Forschungsprojekt zu den betriebswirtschaftlichen Implikationen des demografischen Wandels. Dr. Kohlbacher ist Fellow des World Demographic & Ageing Forum und Advisor des International Mature Marketing Network (IMMN). Er ist Autor von “International Marketing in the Network Economy: A Knowledge-Based Approach”, Palgrave, 2007, und Mitherausgeber von “The Silver Market Phenomenon: Marketing and Innovation in the Aging Society“, 2. Auflage, Springer, 2011.
- 18.-19. November 2011
Ort: Universität Hamburg, Flügel West
Edmund-Siemers-Allee 1, West, 20146 Hamburg, Raum 221
20 Jahre Japanisch-Deutscher Stadtteildialog
Anlässlich der 150-jährigen Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan, thematisieren wir den gegenwärtigen Kulturaustausch der beiden Länder. Wegen der tragischen Ereignisse in Japan werden wir neben einem Austausch über Gentrifi zierung aktuell die Folgen von Erdbeben, Tsunami und Atomunfall, über Möglichkeiten des bürgernahen sowie politisch und ökologisch nachhaltigen künftigen Wiederaufbaus diskutieren. Die Veranstaltungen fi nden nach dem Motto „Die Uni in die Stadt und die Stadt in die Uni“ an der Universität Hamburg und im Stadtteil Ottensen/Altona statt.
- 17. Oktober 2011 18-20 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Parteienpolitik und institutionelle Reformen
Ein Vergleich zur deutschen Politik
Prof. Dr. Kenji Hirashima (Universität Tokyo)
Prof. Dr. Kenji Hirashima lehrt seit 1986 am Institute of Social Science der Universität Tokyo. Er hat mehrere Forschungsaufenthalte in Deutschland absolviert, unter anderem an der Universität Konstanz (1987–1989) und am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln (1997– 1998). Er war ferner Gastwissenschaftler am East Asia Program der Cornell University in Ithaca, NY/USA (1998–1999) und an der L‘Ecole des Hautes Etudes Sciences Sociales in Paris (2011).
Zu seinen Forschungsinteressen gehören die vergleichende Politikwissenschaft sowie die deutsche und europäische Politik. Zusammen mit Roland Czada ist er Herausgeber von Germany and Japan after 1989. Reform Pressures and Political System Dynamics (ISS Research Series No. 33, Feb. 2009). Zu seinen zahlreichen Publikationen zählt ferner sein Aufsatz „European Integration in a Historical Perspective: How Did It Begin and What Are the Lessons for Asia?“ in Tamio Nakamura (Hg.): East Asian Regionalism from a Legal Perspective (London: Routledge).
19. September 2011
Besuch von Studierenden der Meiji Gakuin University
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 120
Im Rahmen ihrer Deutschlandreise besuchte eine Delegation von mehr als 20 Studierenden der Meiji Gakuin University, einer Partneruniversität der UHH, das Asien-Afrika-Institut am 19. September 2011. Für diesen Tag war ein abwechslungsreiches Programm zusammen mit den gastgebenden Studierenden der Japanologie in Hamburg geplant. Am Vormittag
präsentierten die Gäste aus Tokyo unter der Leitung von Prof. Dr. Shinji Iwanaga sehr anschaulich die japanische Kultur. So konnten die deutschen Teilnehmer sich in Kalligraphiekünsten versuchen, eine Teezeremonie aus nächster Nähe erleben und viel über japanische Speisen, Anime und Mode in Japan erfahren.
Nach einem gemeinsamen Lunch revanchierten sich die Hamburger Gastgeber mit einem Rundgang durch die Innenstadt. Am Abend ging es kulinarisch nach Süddeutschland: in einem Hamburger Gasthaus klang der Tag im Zeichen von deutsch-japanischer Partnerschaft aus.
Ordensverleihung an Professor em. Dr. Pohl
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
11.07.2011
ab 19.30 Uhr in direktem Anschluss an die Ringvorlesung
Pressemitteilung
Am 18. Juni 2011 wurde Herrn Prof. em. Dr. Manfred Pohl, Professor emeritus an der Abteilung für Sprache und Kultur Japans der Universität Hamburg, von Seiner Majestät Kaiser Akihito der Orden der Aufgehenden Sonne am Halsband, goldene Strahlen verliehen. Diese hohe Auszeichnung ist ein Zeichen der Wertschätzung für die verdienstvolle Arbeit, die Herr Professor Pohl im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten zur Vertiefung der Japanstudien sowie zur Förderung des japanisch-deutschen wissenschaftlichen Austausches leistete. Von 1994 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2008 hatte Manfred Pohl als ordentlicher Professor den renommierten Lehrstuhl für Sprache und Kultur Japans am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg inne. Der designierte Generalkonsul von Japan Setsuo Kosaka wird die hohe Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde überreichen. Im Anschluss an die Zeremonie wird ein Empfang für geladene Gäste im Foyer des Asien-Afrika-Institutes stattfinden. Die Verleihungszeremonie zählt zu den Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums ‚150 Jahre Freundschaft Japan-Deutschland‘. Sie schließt sich an den Gastvortrag von Professor Dr. Hugo Dobson, University of Sheffield, im Rahmen der Ringvorlesung "Modernisierungsprozesse in Japan" an, der um 18.15 Uhr im selben Raum beginnt.
Ringvorlesung Sommersemester 2011 Modernisierungsprozesse in Japan
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Montags, 18-20 Uhr
Termine am: 02.05., 09.05, 16.05., 06.06., 20.06., 27.06., 04.07. (19-21 Uhr!), 11.07.2011
Ausführliches Programm als pdf-Datei zum Download
- Karl H. Ditze-Preis für herausragende Arbeiten in den Geisteswissenschaften
Ort: Warburg-Haus
4. Juli 2011
Die Hamburger Karl H. Ditze-Stiftung verleiht 2011 zum zehnten Mal den Karl H. Ditze-Preis für herausragende Abschlussarbeiten und Dissertationen in den Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg. Ausgezeichnet werden am 04. Juli 2011 im Warburg-Haus vier Nachwuchswissenschaftlerinnen aus den Fachbereichen Evangelische Theologie und Asien-Afrika-Wissenschaften. Darunter Ruth Achenbach, die für ihre Magisterarbeit in Japanologie mit dem Titel: "Wie viel Raum für den Juniorpartner? Eine Fallstudie der japanischen Taiwanpolitik zwischen 1969 und 1978 zur Rolle Japans Sicherheitsbündnis mit den USA" geehrt wird.
9. Juni 2011, Donnerstag, 19.00-21.00 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Sanyûtei Ryûraku: Die japanische Erzählkunst „Rakugo“ auf Deutsch (Japanisch-Deutsch)
Veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Shinwakai der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Hamburg e.V.
Rakugo, die japanische Kunst des Erzählens komisch-unterhaltsamer Geschichten, hat eine lange Tradition. Heute noch sind hunderte von Rakugo-Erzähler aktiv, die bekanntesten von ihnen zugleich als Unterhaltungskünstler im Fernsehen populär. Der Rakugo-Erzähler schlüpft während seines Vortrags in die unterschiedlichen Charaktere seiner Geschichte, wobei er durch Mimik, Gestik und Änderung der Blickrichtung unterschiedliche Gesprächspartner und Ereignisse andeutet. Die Konzentration auf das gesprochene Wort macht das Rakugo schwerer zugänglich als andere japanische Bühnenkünste. Mit der Vorführung von Meister Sanyûtei Ryûraku, der auf Japanisch und auf Deutsch vortragen wird, haben nun auch alle Interessierte, die des Japanischen nicht mächtig sind, die Gelegenheit, diese Kunstform kennen zu lernen. Sanyûtei Ryûraku (1958*) wurde 1986 Schüler des berühmten Rakugo-Meisters Sanyûtei Enraku. Seit 2008 tritt er im Ausland auf und trägt dabei Rakugo auch in der jeweiligen Landessprache vor. Dieses Jahr ist er zum ersten Mal in Deutschland zu erleben.
20. Mai 2011 (14.00-21.00 Uhr)
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221, 121, 122 und Foyer
Japanischer Kultur-Tag
Eine gemeinsame Veranstaltung des Japanischen Generalkonsulats Hamburg und der Abteilung für Sprache und Kultur Japans der Universität Hamburg.
19. Mai 2011, Donnerstag, 19.00-21.00 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Autorinnenlesung:
Lesung der japanischsprachigen Autorin Yû Miri aus Goldrush (Japanisch-Deutsch)
Die Autorin Yû Miri schildert in ihrem preisgekrönten Roman Goldrush (1998) die Abgründe jugendlicher Gewalt am Beispiel eines Jungen, der seinen Vater tötet und anschließend versucht, dessen Spielhallengeschäft zu übernehmen. Dabei werden die seelischen Bedingungen einer Generation deutlich, wie sie in jüngerer Zeit nicht nur in Japan zu beobachten ist, dort aber vielleicht noch stärker als andernorts die Brüche und Konflikte innerhalb einer modernen Gesellschaft erkennen läßt. Yû Miri (1968*), Autorin mit koreanischem Familienhintergrund, gebürtig aus Yokohama, war nach dem Abbruch der Schule zunächst als Schauspielerin aktiv, bevor sie 1988 als Schriftstellerin debütierte. Sie erhielt 1997 den bedeutenden Akutagawa-Literaturpreis.
4. Mai 2011 (16.15-17.45 Uhr)
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 124
Prinzessin und Diplomatin: Die 26. Sonderbotschafterin Hamburgs in Japan
Bildervortrag von Annika Schulze
Seit dem Jahre 1968 wählt die Stadt Hamburg mit Erlaubnis der Japan Cherry Blossom Association regelmäßig eine Kirschblütenprinzessin. Hamburg ist damit, neben Washington D.C. und Melbourne, eine von nur drei Städten weltweit, die dieses Amt zur Pflege der kulturdiplomatischen Beziehungen zu Japan vergeben dürfen.
Am 4. Mai 2011 wird die aktuelle Kirschblütenprinzessin Annika Schulze an der Universität Hamburg einen Vortrag über ihre Amtsantrittreise nach Japan im Jahre 2010 halten. Annika Schulze bekleidet das Amt seit Mai 2009. Sie studierte Architektur und Städtebau in Weimar, Hamburg und Tôkyô.
In ihrem Vortrag wird Frau Schulze anhand persönlicher Kenntnisse und Erfahrungen in Japan Einblicke in ihre Aktivitäten als Kirschblütenprinzessin geben und über die Bedeutung dieses Amtes informieren. Im Anschluss an den Vortrag gibt es für interessierte Gäste und potentielle Bewerberinnen die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Gespräch. Anlaß der Veranstaltung ist zugleich die bevorstehende Wahl der 27. Kirschblütenprinzessin Hamburgs am 21. Mai 2011. Angesichts des diesjährigen 150. Jubiläums des Freundschaftsvertrags zwischen Japan und Deutschland (Preußen), aber auch angesichts der schweren Folgen des Erdbebens in Japan vom 11. März, erwartet die zukünftige Kirschblütenprinzessin eine besonders verantwortungsvolle, jedoch auch schöne Aufgabe.
12. - 14. April 2011
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Auftaktveranstaltung der Japan-Wochen an deutschen Hochschulen
Internationales Symposium
Wissen schaffen, Wissen nutzen - Perspektiven aus Japan und Deutschland
- 15. Dezember 2010 (10.15 - 13.45 Uhr)
Ort: Gästehaus der Universität Hamburg - Internationales Begegnungszentrum
Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg
- Dienstag, 30. November 2010, 20 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Gastvorlesung in japanischer Sprache (J/D gedolmetscht)
Über Budô
Prof. Kurosu Ken (Universität Tohoku Gakuin)
Ähnlich dem Begriff der „Ritterlichkeit“, dem mos nobilium, im europäischen Mittelalter, nimmt budô als „Weg des Kriegers“ im traditionellen japanischen Denken eine wichtige Rolle ein. Der Vortrag wird die historische Entwicklung des budô und seine wichtigsten Elemente nachvollziehen und erläutern.
武道の特徴は,稽古,型,習,学,などの言葉で表すことが出来る。稽古とはいにしえ を考えることであり,その具体的内容は「型」を学び習う事である。「型」は技術だけ ではなく,師匠の考え方や生き方までも含まれる。稽古とは先人達の行いを追体験(正 確にスキャンしてしてコピー)することによって,その到達した境地に至ろうとする事 である。道とは稽古の実践(行)を意味し修行は日常生活の中で行われる。
Kurosu Ken ist Professor für die Geschichte des Budô an der Universität Tohoku Gakuin in Sendai. Er lehrt darüber hinaus Kyudô, die Kunst des japanischen Bogenschießens.
- Freitag, 12. November 2010, 14:15 bis 20:30 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Studierenden-Workshop
Zuwanderung nach Japan Rechtliche Rahmenbedingungen, politischer Diskurs und sozioökonomische Integration mit anschließender Vorführung des Dokumentarfilms "Sour Strawberries - Japan's hidden guestworkers"
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- Donnerstag, 28. Oktober 2010, 18 bis 20 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Gastvortrag in englischer Sprache
Intersecting Risks and Governing Okinawa: American Bases and the Unfinished War
Glenn D. Hook (The University of Sheffield)
This talk investigates the internal risks posed by US military installations to the inhabitants of Okinawa as a result of the security policy adopted by the government to deal with the external risks and specific threats faced by Japan. Although these outposts of US power are viewed by supporters of the alliance as beneficial to the security of Japan, their existence and operation pose risks to the population, with the overwhelming burden imposed on the inhabitants of Okinawa, whether in terms of crimes, noise and environmental pollution, or the erosion of solidarity amongst the population due to the divisive role foreign bases play. The presentation thus does not focus on the external risks posed to Japan by the hypothetical enemy of the day, as with the Soviet Union during the Cold War or North Korea today, but rather on the internal risks to the everyday lives and peace of Okinawans posed by the American presence. A key concern is how the risks of the bases are articulated by the inhabitants and mediated by the state as part of the national governing system of Japan. This system of governance distributes, allocates and locates the bases unequally, exposing Okinawa to disproportionate dangers and hazards, but offers compensation as a way to deal with the problems their existence and operation pose.
Glenn D. Hook is Toshiba International Foundation Anniversary Research Professor in Japanese Politics and International Relations and Director of the Graduate School of East Asian Studies, the University of Sheffield, UK. He is also the Director of the National Institute of Japanese Studies (NIJS), an international Centre of Excellence with the University of Leeds funded by the British authorities. His research interests are in Japanese politics, international relations and security, particularly in relation to East Asia. His recent work includes Japanese Responses to Globalization (coeditor, Palgrave, 2006); Japan's International Relations: politics, economics and security (coauthor, Routledge, 2005 (second edition); and Contested Governance in Japan: sites and issues (editor, 2005, RoutledgeCurzon).
- 19. Juli 2010, 17-18:30 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 120
Gastvortrag
Inbound M&A to Japan? Cherry Picking versus Rescue Mission?
Prof. Dr. Ralf Bebenroth, Kobe Universität
- 1. Juli 2010: Preis für Nachwuchswissenschaftlerin der Abteilung
Wir freuen uns, daß Gabriela Kruza den Preis Gleichstellungsförderfonds der Fakultät für Geisteswissenschaften für die beste Magisterarbeit 2009 zu einem genderspezifischen Thema verliehen bekommen hat. Sie erhält den Preis für ihre Arbeit mit dem Titel "Onnarashii hanashikata - Diskurse über Weiblichkeit und Sprache im modernen Japan". Darin untersucht sie das Phänomen der japanischen Frauensprache, d.h. geschlechtsspezifischer Merkmale im Japanischen, die ausschließlich oder bevorzugt von Frauen gebraucht werden. Im Fokus steht dabei aktuelle japanische Ratgeberliteratur, die es sich zum Ziel setzt, Frauen zum Gebrauch der betreffenden Merkmale zu animieren. Anhand einer Analyse dieser Diskurse kann die Autorin zeigen, inwiefern es sich bei dem Attribut "Weiblichkeit" in der japanischen Sprache um ein gesellschaftliches Konstrukt handelt.
- Samstag, 12. Juni 2010, 13 bis 18:30 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
2. BSI Bundesweiter Japanisch-Redewettbewerb
- Montag, 7. Juni 2010, 18 bis 20 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost, 20146 Hamburg, Raum 221
Gastvortrag in englischer Sprache
Long Term Care in Japan's Aging Society
John C. Campbell (Tokyo University)
How to take care of frail older people is a crucial issue in all advanced nations. The Japanese version of Pflegeversicherung, Kaigo Hoken, celebrates its 10th birthday this year. Unlike the German program, which seeks to support family caregiving through cash payments, Japan tries to relieve family members by providing formal services only. This presentation will introduce these crucially different designs of Pflegeversicherung and Kaigo Hoken, and examine the policymaking processes that lead to this outcome.
John Creighton Campbell is Professor Emeritus of Political Science at the University of Michigan and Visiting Professor in the Institute of Gerontology at Tokyo University. He is the author of Contemporary Japanese Budget Politics, How Policies Change: The Japanese Government and the Aging Society, and (with Naoki Ikegami) The Art of Balance in Health Policy: Maintaining Japan's Low-Cost, Egalitarian System (all also available in Japanese).
- Dienstag, 23. März 2010, 19 bis 21 Uhr
Ort: Internationales Begegnungszentrum / Gästehaus der Universität
Rothenbaumchaussee 34, D-20148 Hamburg
Vortrag mit Podiumsgespräch
Aktuelle Literaturtrends in Japan seit der J-BUNGAKU-Strömung in den 90iger Jahren
SASAKI Atsushi, ein namhafter japanischer Literaturkritiker, wird in diesem Vortrag die wichtigsten Tendenzen der jungen Literaturszene in Japan vorstellen, insbesondere die Situation der jungen Generation und ihren Widerhall in der Kreativszene insgesamt, vor allem im Bereich von Musik und Bühnenkunst. Dazu gibt er einen Überblick über das Phänomen der sog. „J-Bungaku“, eine Kategorisierung, die analog zum „J-Pop“ die Literatur der 90iger Jahre und ihre zahlreichen Schnittstellen zu anderen Kunstgattungen wie Pop-Musik, Film, Fotografie und Theater benennt. Vorgestellt werden die wichtigsten Akteure im Literaturbetrieb der Post-Murakami-Ära wie beispielsweise die Autoren TAWADA Yôko, ABE Kazushige und HOSAKA Kazushi in den 90iger Jahren und MAIJÔ Ôtarô und FURUKAWA Hideo in der zurückliegenden Dekade.
Im nachfolgendem Dialog mit den Hamburger Japanologen Gabriele Vogt und Jörg Quenzer sollen einerseits die derzeit vorherrschenden Kunstströmungen unter dem Einfluss von Globalisierung und neuer digitaler Medien und andererseits soziale Probleme der Gegenwart, wie die Wirtschaftskrise und ihre Folgen für den Arbeitsmarkt junger Menschen, thematisiert werden.
SASAKI Atsushi ist in Japan als prominenter Kritiker und Leiter des Post-Technokollektivs „Headz“ mit eigenem Label bekannt. Er ist zudem Herausgeber des Magazins „Fader“ und Inhaber einer Konzert-Agentur. An den Keiô-Universität lehrte er von 2001 bis 2006 über Pop-Media, seit 2007 an der Universität Waseda Musik, Musikgeschichte und Kulturtheorie. Er veröffentlichte mehrere Bücher, die sich inhaltlich mit der aktuellen Kulturszene Japans und ihren philosophischen und gesellschaftlichen Hintergründen befassen.
- 26. Oktober 2009
Symposion zum 20-jährigen Städte- und Universitätspartnerschaftsjubiläum Ôsaka–Hamburg
- Mai 2009:
Frau Prof. Dr. Gabriele Vogt nimmt ihre Lehrtätigkeit in der Nachfolge von Prof. Dr. Pohl auf.
- Mai 2008:
Eine große Gruppe von Studierenden nahm an einer Seminarexkursion zur Daigoji-Ausstellung ("Tempelschätze des heiligen Berges") in der Bundeskunsthalle Bonn teil (30./31. 5. 2008).
- Februar 2008:
Die Japanologie hat als Teil der Forschergruppe "Manuskriptkulturen in Asien und Afrika" ein Teilprojekt durch die DFG genehmigt bekommen.








Die Frage nach dem Glück ist heute eine Frage, die in hoch entwickelten
Industriegesellschaften gestellt wird. Zweifel an den Glücksverheißungen
des Kapitalismus sind aufgekommen. Systemvergleiche—das liberalistische
angelsächsische Modell, das sozialdemokratische europäische Modell, das
konsensualistische industriepolitsche Modell Japans—sind zum integralen
Bestandteil der Suche nach dem rechten Weg für die Verwirklichung des
Prinzips „des größten Glücks für die größte Zahl“ geworden. Als erstes
und erfolgreichstes nicht-weißes, nicht-christliches und
nicht-westliches Industrieland ist Japan in diesem Zusammenhang von
besonderem Interesse. Hinzukommt, dass die kulturelle Einbettung von
Glücksvorstellungen als konterkarierende Kraft der gerade in unserer
heutigen Zeit besonders stark erscheinenden homogenisierenden Tendenzen
der Globalisierung wirken könnte. Sowohl in Japan als auch in der BRD
haben die Regierungen Enquete-Kommissionen eingesetzt, die Antworten auf
die Frage geben sollen, was dem Glück der Bürger förderlich ist. In
diesem Vortrag wird erläutert, wie aus Sicht der Wissenschaft mit dieser
Frage umgegangen wird, die in immer mehr Disziplinen Aufmerksamkeit auf
sich zieht.
Am 11. Januar 2012 von 14.00-18.00 wird ein Workshop in Zusammenarbeit mit dem Japanischen
Generalkonsulat veranstaltet. Im Vordergrund stehen hier nicht das künstlerische und kreative
Zeichnen von Mangas, sondern es geht um die Textpassagen japanischer Mangas, die ins Deutsche
übersetzt werden. Darum sind Voraussetzungen für die Teilnahme am Workshop adäquate
Japanisch-Kenntnisse. Mit dem Workshop soll den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, einen
weiteren Teil der Mangawelt zu erkunden und diese mit Zeichnen und Sprache abzurunden.
Japan and Germany are both countries facing an increasing economic competition from the newly industrializing countries. Moreover, both Japan and Germany are rapidly aging societies, which due to a decline in working age population will face severe labor shortages in the all too near future. In order to keep their positions as two of the world's leading economies, they need to focus on training highly skilled personnel to match the economic structural change. Efforts in both countries to invite highly skilled migrants or to engage in advanced vocational training of migrants already residing in the country have either been few or of little success.
Eine wichtige Implikation des demografischen Wandels für die Betriebswirtschaft ist das
Entstehen eines so genannten „Silbermarkts“ oder „Wachstumsmarkts Alter“. In Japan
machen die über 50-jährigen bereits mehr als 40% der Gesamtbevölkerung aus und die über
65-jährigen fast 25%, Tendenz steigend. Dieser demographische Wandel bringt eine
Verschiebung der Marktsegmente mit sich: So steht dem – gemessen an der Anzahl junger
Menschen – immer kleiner werdenden Jugendsegment ein ständig wachsendes
Seniorensegment gegenüber. Dieser Silbermarkt scheint zahlreiche Geschäftschancen zu
bieten, doch fehlen vielen Firmen die notwendigen Erfahrungen, die Prozesse und das
Know-how, um passende Produkte zu entwickeln und diese effizient und erfolgreich zu
vermarkten.
Prof. Dr. Kenji Hirashima lehrt seit 1986 am Institute of Social Science der Universität Tokyo. Er
hat mehrere Forschungsaufenthalte in Deutschland absolviert, unter anderem an der Universität
Konstanz (1987–1989) und am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln (1997–
1998). Er war ferner Gastwissenschaftler am East Asia Program der Cornell University in Ithaca,
NY/USA (1998–1999) und an der L‘Ecole des Hautes Etudes Sciences Sociales in Paris (2011).
Im Rahmen ihrer Deutschlandreise besuchte eine Delegation von mehr als
20 Studierenden der Meiji Gakuin University, einer Partneruniversität
der UHH, das Asien-Afrika-Institut am 19. September 2011. Für diesen Tag
war ein abwechslungsreiches Programm zusammen mit den gastgebenden
Studierenden der Japanologie in Hamburg geplant. Am Vormittag
präsentierten die Gäste aus Tokyo unter der Leitung von Prof. Dr. Shinji
Iwanaga sehr anschaulich die japanische Kultur. So konnten die deutschen
Teilnehmer sich in Kalligraphiekünsten versuchen, eine Teezeremonie aus
nächster Nähe erleben und viel über japanische Speisen, Anime und Mode
in Japan erfahren.
Am 18. Juni 2011 wurde Herrn Prof. em. Dr. Manfred Pohl, Professor emeritus an der Abteilung für Sprache und Kultur Japans der Universität Hamburg,
von Seiner Majestät Kaiser Akihito der Orden der Aufgehenden Sonne am Halsband, goldene Strahlen verliehen. Diese hohe Auszeichnung ist ein Zeichen der Wertschätzung für die verdienstvolle Arbeit, die Herr Professor Pohl im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten zur Vertiefung der Japanstudien
sowie zur Förderung des japanisch-deutschen wissenschaftlichen Austausches leistete. Von 1994 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2008 hatte Manfred Pohl als ordentlicher
Professor den renommierten Lehrstuhl für Sprache und Kultur Japans am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg inne. Der designierte Generalkonsul von Japan Setsuo Kosaka wird die hohe Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde überreichen. Im Anschluss an die Zeremonie wird ein Empfang für geladene Gäste im Foyer des Asien-Afrika-Institutes stattfinden. Die Verleihungszeremonie zählt zu den Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums ‚150 Jahre Freundschaft Japan-Deutschland‘. Sie schließt sich an den Gastvortrag von Professor Dr. Hugo Dobson, University of Sheffield, im Rahmen der Ringvorlesung "Modernisierungsprozesse in Japan" an, der um 18.15 Uhr im selben Raum beginnt.
Rakugo, die japanische Kunst des Erzählens komisch-unterhaltsamer Geschichten, hat eine lange Tradition. Heute noch sind hunderte von Rakugo-Erzähler aktiv, die bekanntesten von ihnen zugleich als Unterhaltungskünstler im Fernsehen populär.
Der Rakugo-Erzähler schlüpft während seines Vortrags in die unterschiedlichen Charaktere seiner Geschichte, wobei er durch Mimik, Gestik und Änderung der Blickrichtung unterschiedliche Gesprächspartner und Ereignisse andeutet. Die Konzentration auf das gesprochene Wort macht das Rakugo schwerer zugänglich als andere japanische Bühnenkünste. Mit der Vorführung von Meister Sanyûtei Ryûraku, der auf Japanisch und auf Deutsch vortragen wird, haben nun auch alle Interessierte, die des Japanischen nicht mächtig sind, die Gelegenheit, diese Kunstform kennen zu lernen.
Sanyûtei Ryûraku (1958*) wurde 1986 Schüler des berühmten Rakugo-Meisters Sanyûtei Enraku. Seit 2008 tritt er im Ausland auf und trägt dabei Rakugo auch in der jeweiligen Landessprache vor. Dieses Jahr ist er zum ersten Mal in Deutschland zu erleben.
Die Autorin Yû Miri schildert in ihrem preisgekrönten Roman Goldrush (1998) die Abgründe jugendlicher Gewalt am Beispiel eines Jungen, der seinen Vater tötet und anschließend versucht, dessen Spielhallengeschäft zu übernehmen. Dabei werden die seelischen Bedingungen einer Generation deutlich, wie sie in jüngerer Zeit nicht nur in Japan zu beobachten ist, dort aber vielleicht noch stärker als andernorts die Brüche und Konflikte innerhalb einer modernen Gesellschaft erkennen läßt.
Yû Miri (1968*), Autorin mit koreanischem Familienhintergrund, gebürtig aus Yokohama, war nach dem Abbruch der Schule zunächst als Schauspielerin aktiv, bevor sie 1988 als Schriftstellerin debütierte. Sie erhielt 1997 den bedeutenden Akutagawa-Literaturpreis.
Auftaktveranstaltung der Japan-Wochen an deutschen Hochschulen
This talk investigates the internal risks posed by US military
installations to the inhabitants of Okinawa as a result of the security
policy adopted by the government to deal with the external risks and
specific threats faced by Japan. Although these outposts of US power are
viewed by supporters of the alliance as beneficial to the security of Japan,
their existence and operation pose risks to the population, with the
overwhelming burden imposed on the inhabitants of Okinawa, whether in terms
of crimes, noise and environmental pollution, or the erosion of solidarity
amongst the population due to the divisive role foreign bases play. The
presentation thus does not focus on the external risks posed to Japan by the
hypothetical enemy of the day, as with the Soviet Union during the Cold War
or North Korea today, but rather on the internal risks to the everyday lives
and peace of Okinawans posed by the American presence. A key concern is how
the risks of the bases are articulated by the inhabitants and mediated by
the state as part of the national governing system of Japan. This system of
governance distributes, allocates and locates the bases unequally, exposing
Okinawa to disproportionate dangers and hazards, but offers compensation as
a way to deal with the problems their existence and operation pose.
How to take care of frail older people is a crucial issue in all advanced nations. The Japanese
version of Pflegeversicherung, Kaigo Hoken, celebrates its 10th birthday this year. Unlike the
German program, which seeks to support family caregiving through cash payments, Japan tries to
relieve family members by providing formal services only. This presentation will introduce these
crucially different designs of Pflegeversicherung and Kaigo Hoken, and examine the policymaking
processes that lead to this outcome.