Forschung


1. Entwicklung

2. Aktuelles

3. Publikationen


1. Entwicklung

Seit den Gründungsjahren von Karl Florenz und seinen Studien zu den ältesten (Staats-)Mythen Japans und zur japanischen Literatur hat die Hamburger Japanologie in sehr vielfältiger Weise zur Erforschung der japanischen Kultur und Gesellschaft beigetragen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderst entstanden hier beispielsweise mehrere international wahrgenommene Arbeiten zur japanischen Sprachgeschichte (Wenck, Schneider, Genenz u.a..

Zu den wichtigsten Forschungsprojekten der Vergangenheit gehört die editorische, literatur- und kulturhistorische Erarbeitung eines wertvollen Manuskriptes aus dem japanischen Mittelalter, das Shichijûichiban shokunin utaawase, eine kultur- und sozialgeschichtlich außergewöhnlich spannende Quelle, die viel über Handwerkstechniken sowie über die gesellschaftlichen Bilder, die mit verschiedenen Professionen verbunden waren, verrät. Aus diesem Projekt gingen u.a. eine Promotion (Vollmer 1995) sowie eine ganze Reihe von Magisterarbeiten hervor.

Weitere Projekte galten der aktuellen japanischen Sprache, so das Satzbeispiellexikon Japanisch-Deutsch auf digitaler Basis, aus dem ein entsprechendes Handbuch hervorging, oder kontrastive Studien zur nonverbalen Kommunikation in Japan und Deutschland.

Die Beschäftigung mit unterschiedlichen Aspekten der japanischen Literatur in Geschichte und Gegenwart setzt ebenfalls die Tradition von Florenz, Gundert und Benl fort. Hierzu gehören Arbeiten zur Entstehung der modernen Literatur (Königsberg), zur Poetik der höfischen Dichtung (Árokay) und zum Verhältnis zwischen vormoderner Literatur und Buddhismus (Quenzer).

Forschungen zum gegenwärtigen Japan betreffen Fragen der Sicherheitspolitik und der Parteienlandschaft (Pohl). In Zusammenarbeit mit dem Institut für Asienkunde (jetzt: GIGA Institut für Asien-Studien) erschien seit 1976 jährlich das Jahrbuch Japan – Politik und Wirtschaft. Das Jahrbuch zählt inzwischen zu den etablierten japanwissenschaftlichen Organen und wird seit 2007 von der Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF) herausgegeben.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt galt der Geschichte der Japanologie mit besonderem Schwerpunkt der Zeit des Nationalsozialismus (Worm).


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2. Aktuelles

Seit 2008 ist die Japanologie, vertreten durch Jörg B. Quenzer, führend beteiligt an der Forschergruppe Manuskriptkulturen in Asien und Afrika. Einen weiteren Schwerpunkt bildet seit 2010 das von Gabriele Vogt geleitete Forschungsprojekt Arbeitsmarkt und Zuwanderung.


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3. Publikationen

Konkreten Niederschlag finden viele eigene Forschungsaktivitäten sowie Beiträge aus anderen Japanologien in den Publikationsorganen der Abteilung: Seit 1951 erscheinen hier jährlich die „Nachrichten“ (NOAG), eines der wichtigsten Publikationsorgane im deutschsprachigen Raum. Parallel dazu finden sich in den „Monographien“ (MOAG) vielfach Dissertationen oder umfangreichere Forschungsergebnisse in Buchform. Der „Kagami“ wiederum ist ein Zeitschriftenspiegel mit Übersetzungen aus aktuellen Zeitungen und Zeitschriften.



Japanisch-Deutsche Lyrik-Datenbank
Seit dem 1. Januar 2005 ist die Lyrik-Datenbank funktionsfähig. Ziel des Projekts ist, den Übersetzern japanischer Lyrik eine Plattform zu bieten, die weltweit von Japanologen für unterschiedliche Zwecke genutzt werden kann.

Schmuckbild zur Illustration