Photo Necmi-Copyright

Das TürkeiEuropaZentrum (TEZ) will interdisziplinär die Türkeikompetenz an der Universität Hamburg und anderer wissenschaftlicher Institutionen in der Hansestadt und im norddeutschen Raum zusammenführen und sie bundes- und europaweit vernetzen. Gemeinsam mit deutschen und türkischen sowie weiteren europäischen Partnern führt das Zentrum innovative Forschungsprojekte durch. Auch soll der Dialog zwischen Deutschland und der Türkei nicht nur auf wissenschaftlichem Gebiet gefördert werden.

Das 2008 gegründete TürkeiEuropaZentrum ist am Asien-Afrika-Institut der Fakultät für Geisteswissenschaften angegliedert, Projektträger ist die Professur für Turkologie in der Abteilung Vorderer Orient.

TEZ-Vortragsreihe Sommersemester 2015

Die Osmanen und Südosteuropa. Geschichte und Erbe der Osmanen auf dem Balkan

Südosteuropa gehörte zu den Kerngebieten des sich seit dem 14. Jahrhundert auf dem Balkan ausdehnenden Osmanischen Reiches. Gewiss war das „osmanische Europa“ eine der wichtigsten Regionen des Reiches, sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Osmanische Geschichte ist daher auch immer auch schon Teil der europäischen Geschichte gewesen. Die sich im Zuge der „nationbuildung“ etablierenden Nationalstaaten in Südosteuropa haben die osmanische Präsenz dabei je unterschiedlich gedeutet – nicht selten jedoch unter dem Aspekt des „türkischen Joches“. Die Vortragsreihe möchte in acht Vorträgen unterschiedliche Dimensionen der osmanischen Präsenz auf dem Balkan beleuchten. Dabei sollen nicht nur unterschiedliche Regionen (Griechenland, Bulgarien, Rumänien) in den Blick genommen werden, sondern auch unterschiedliche Einschätzungen zur osmanischen Präsenz auf dem Balkan und ihre Bedeutung für die europäische Geschichte, bis hin zur Wirkungsgeschichte von ‚Graf Dracula’ behandelt werden.

Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit und freundlicher Unterstützung vom Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS, Regensburg), von der Südosteuropa-Gesellschaft (SOG, Zweigstelle Hamburg), der Iranistik sowie vom Institut für Griechische und Lateinische Philologie an der Universität Hamburg statt.