Die arabischen Minderheiten in Ḫūzestān und der iranische Nationalismus
8. Januar 2026, von AAI Webmaster

Foto: Elham Monazam Ebrahimpoor
Die Iranistik und die Deutsch-Iranische Gesellschaft in Norddeutschland e.V. laden zu einem Vortrag ein:
Elham Monazam Ebrahimpoor (Halle)
Die arabischen Minderheiten in Chuzestan und der iranische Nationalismus
Die Provinz Ḫūzestān (Chusestan) im Südwesten Irans umfasst eine Fläche von ca. 64.000 km². Mit schätzungsweise zwei bis drei Millionen Personen stellen die iranischen Araber etwa die Hälfte der Bevölkerung der Provinz. Sie bewohnen vorwiegend Städte wie Ahvāz, Ābādān, Māhšahr, Šūš, Šādegān, Huwaiza, Susangerd und Ḫorramšahr und teilen sich das Gebiet mit Kurden, Luren und persischsprachigen Bewohnern. Anders als die Araber in Hormozgān oder Ḫorāsān (Chorasan) sind sie schiitisch geprägt. Durch den Wandel Irans von einer Konföderation der Regionen (mamālek-e maḥrūsa) bzw. von einem Reich zu einem Nationalstaat im 20. Jh. ist ein persischer nationalistischer Diskurs entstanden, der viele iranische Volksgruppen ausschließt. Der Vortrag geht auf den Gegendiskurs arabischer Minderheiten in Ḫūzestān zum iranischen Nationalismus ein und befasst sich mit den Fragen: Wie positionieren sich die Araber in diesem Diskurs? Welche Funktion übernimmt darin die Unterscheidung in Araber und Perser? Wer sind die Diskursteilnehmer und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander?
Donnerstag, den 8. Januar 2026
19:00 Uhr im Asien-Afrika-Institut, Edmund Siemers-Allee 1,
Flügelbau Ost, 2. Stock, Raum 221
Bei Fragen zu der Veranstaltung können Sie sich an Prof. Dr. Farridnejad(shervin.farridnejad"AT"uni-hamburg.de) wenden.

